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E-Mail Marketing – Gesetze & Know How

Gesetze und Know How

Hier finden Sie umfangreiche Fachinformationen zum Thema E-Mail Marketing

Gesetze E-Mail Marketing

Robinsonliste

Robinsonlisten sind Sperrlisten mit E-Mail Adressen von Empängern die sich bewusst / auf eigenen Wunsch vor dem Empfang von Werbung schützen.

Weitere Informationen finden Sie auf den jeweiligen Länder-Robinsonlisten:

Robinsonliste Schweiz

Robinsonliste Deutschland

Robinsonliste Österreich

Das neue Anti-SPAM-Gesetz - Fernmeldegesetz vom 1. April 2007

Seit der Einführung des revidierten Fernmeldegesetzt (FMG) per 1. April 2007, haben sich in der E-Mail Werbung einige Veränderungen ergeben.
So wird neu auch der Versand von unverlangt zugestellten E-Mail und SMS (sog. Spam) mit Busse oder gar Freiheitsstrafe geahndet.

Was ist neu mit dem neuen Anti-SPAM-Gesetz?

Seit der Einführung des revidierten Fernmeldegesetzt (FMG) per 1. April 2007, haben sich in der E-Mail Werbung einige Veränderungen ergeben.
So wird neu auch der Versand von unverlangt zugestellten E-Mail und SMS (sog. Spam) mit Busse oder gar Freiheitsstrafe geahndet.

Auch bei diesem Gesetz ergibt sich aus der Formulierung ein gewisser Interpretationsspielraum. Der Autor möchte aufzeigen, wie weiterhin möglichst sicher, E-Mail und auch SMS als Werbe- / Kommunikationsmittel genutzt werden können.

Im Gegensatz zu den sehr strengen Gesetzen in der EU und in den Staaten hat die Schweiz eine vernünftige, liberale Gesetzgebung. Dabei macht die Schweiz das sogenannte „OPT-IN“ Verfahren zur Pflicht. Das Gesetzt verbietet somit den Versand von Massenwerbung per E-Mail und/oder per SMS, wenn vom Empfänger keine Einwilligung für den Emfang vorliegt. Dies im Unterschied zum „OPT-OUT“-Verfahren, welches eine erste Kontaktaufnahme gestattet, solange dem Kunden die Möglichkeit gegeben wird, sich einfach und direkt aus dem Newsletter-Verteiler auszutragen.


Der Gesetzesartikel im Originaltext:

Bundesgesetz vom 19. Dezember 198614 gegen den unlauteren Wettbewerb Art. 3 Bst.

Unlaulter handelt insbesondere, wer:
„Massenwerbung ohne direkten Zusammenhang mit einem angeforderten Inhalt fernmeldetechnisch sendet oder solche Sendungen veranlasst und es dabei unterlässt, vorher die Einwilligung der Kunden einzuholen, den korrekten Absender anzugeben oder auf eine problemlose und kostenlose Ablehnungsmöglichkeit hinzuweisen; wer beim Verkauf von Waren, Werken oder Leistungen Kontaktinformationen von Kunden erhält und dabei auf die Ablehnungsmöglichkeit hinweist, handelt nicht unlauter, wenn er diesen Kunden ohne deren Einwilligung Massenwerbung für ähnliche Waren, Werke oder Leistungen sendet.“

Natürlich gibt es auch bei diesem Gesetzt Interpretationsspielraum und nachfolgende Tipps sollen helfen, auch bei zukünftigen Werbemassnahmen über E-Mail keine unliebsamen Überraschungen zu erleben. Dabei unterscheidet der Autor zwischen „zwingenden Kriterien“, welche sich aus dem Gesetz ergeben und Empfehlungen, welche zusätzliche Sicherheit bieten.

Vom Gesetz vorgegebene Kriterien:

Der Firmenabsender (vollständige Firmenanschrift, inkl. direkte Kontaktmöglichkeit) ist in jedem angegeben und auch entsprechend erreichbar (Kontaktaufnahme muss möglich sein)

Es dürfen nur diese Empfänger angeschrieben werden, die ausdrücklich Ihr Einverständnis zum Empfang elektronischer Kommunikation gegeben haben

In elektronischen Formularen darf diese Einwilligung nicht vorgeschlagen werden, indem diese Einwilligung bereits vorausgefüllt ist (gesetztes Häckchen im Formular). Auch hier wieder mit der Ausnahme für bestehende Kunden.

Dem Kunden werden nur eigene und/oder artverwandte Produkte angeboten bzw. Produkte die der Empfänger bereits bezogen hat.

In jedem Werbemail befindet sich ein „Abmeldelink“, mit dem sich der Empfänger aus der Verteilerliste abmelden kann – und damit keine weiteren Werbmails mehr enthält.

Eigene E-Mail-Adressen dürfen nicht zu Werbezwecken an Dritte verkauft, verliehen oder vermietet werden.

Bei der Zusammenarbeit mit externen Partner (Adressbroker, Marketingunternehmen) für E-Mail Services muss ebenfalls auf die korrekte Einhaltung der Gesetzgebung geachtet werden.

Spezielles für die Fax- und SMS-Werbung die den Empfänger direkt stören kann: Von 21.00 Uhr bis 07.00 Uhr ist dieser Versand gänzlich untersagt


Empfehlungen aus der Praxis

Kunden die in den letzten 12 Monate bestellt haben, dürfen direkt angegangen werden. Kunden die schon länger nichts mehr bestellt haben, sollten im Vorfeld mit einem Informationsmail, ohne Verkaufsangebot, angefragt werden, um diesen die Möglichkeit zu geben, sich aus der Verteilliste entfernen zu lassen.

Der Absender sorgt für die Sicherheit der Kundendaten und seiner Empänger und stellt sicher, dass seine Werbmails virenfrei (Anti-Virus-Software).

E-Mail Adressen und Kundendaten unbedingt sicher handeln und verwalten. Die Adressen dürfen auf keinen Fall durch Hacker ausspioniert und so illegal beschafft werden können – Schutz vor fremden Zugriff.

Beim ersten Versand eines Werbemails bzw. beim Versand eines „Ankündigungsmails“ teilen Sie dem Empfänger mit, woher seine Adresse stammt (bei eingekauften Adressen unbedingt so verfahren!).

Setzen Sie auf solide Mailtechnologie und stellen Sie sicher, dass Ihre Empfänger nicht mehrfacht beschickt werden. Mehrfach das gleiche Mail in der Inbox ist doppelt ärgerlich (Solide Mailtechnologie, regelmäss vor dem Versand Duppletten Check, Blackliste führen).

Wenn Ihnen das Know How fehlt, nutzen Sie nicht einfach ein billiges Tool oder eine Software sondern arbeiten Sie mit einem spezialisierten Dienstleister aus der Schweiz oder aus Europa zusammen! Es empfiehlt sich nicht, mit dem billigen dubiosen Anbieter aus Übesee zusammenzu arbeiten, da solche nicht kontrollierbar sind, nicht in die Verantwortung gezwungen werden können – und oft in kurzer Zeit wieder spurlos von der Bildfläche verschwinden.

Im Zweifelsfall verzichten Sie lieber auf einen Versand – und damit auch auf möglichen Ärger.


Achtung bei gekauften Adressen

Im Internet werden riesige Mengen an E-Mail Adressen angeboten – oft ganze Datenbanken oder gar DVD mit Millionen von Adressen, meist zu einem sehr niedrigen Preis. In den meisten Fällen kann davon ausgegangen werden, dass es sich dabei um im Internet illegal gespiderte Adressen handelt, vor deren Benutzung unbedingt abzuraten ist. Auch dann wenn Webseite, Angebot und der allgemeine Eindruck dieser Unternehmen zum Teil durchaus einen seriösen Auftritt haben.


Grundsätzlich gilt wie überall der Grundsatz – kommunizieren Sie nur so mit Ihren Kunden, wie sich auch selbst angesprochen werden wollen!

 

Know-How

Was ist Spam?

Ursprünglich ist Spam 1936 als Markenname für Dosenfleisch (SPiced hAM) entstanden.

Heute wird der Begriff Spam nur noch im Zusammenhang mit der Überflutung von E-Mail Postfächer mit Werbung verwendet. 

Man unterscheidet folgende Arten von E-Mail Spam:

Unverlangte Massen E-Mail

Es handelt sich dabei um Massen E-Mails (auch: UBE = Unsolicited Bulk Email), die an eine grosse Anzahl von Empfängern versendet werden. Meistens zu Marketing-Aktionen versendet.

Unverlangte kommerzielle Massen E-Mail

Darunter versteht man den Versand von E-Mails mit kommerziellem Inhalt (auch: UCE = Unsolicited Commercial E-Mail), meistens werden Angebote wie Viagra oder sonstige Werbeinhalte versendet.

Malware-Spam E-Mails

Darunter versteht man E-Mails mit gefährlichen Inhalten.  Es sind meistens englischsprachige E-Mails mit angehängten. Malware-Spam E-Mails machen etwas 24 Prozent des weltweiten Spam-Aufkommens aus.

Suchmaschinen-Spam

Ist ein Begriff aus dem Bereich SEO (Englisch Search Engine Optimization = englisch für Suchmaschinenoptimierung).


Unter Suchmaschinen-Spamming (auch:Index-Spamming) versteht man alle Handlungen, die dazu führen, dass eine Internet-Suchmaschine auf eine Stichworteingabe hin auf den vordersten Plätzen Webseiten ausgibt, die keine für den Surfer relevanten oder dem Suchbegriff entsprechenden Informationen enthalten.

Mehr Informationen zu Spam in Wikipedia

Netiquette in Blogs (Foren, Mail, Chat, Internet)

Netiquette in Blogs (Foren, Mail, Chat, Internet), einige Regeln

Definition der Netiquette: Das Kunstwort aus den Begriffen Internet (engl. net - Netz) und Etiquette bezeichnet Verhaltensregeln für das Kommunizieren im Internet: z.B. das Versenden elektronischer Nachrichten im Internet und das Verhalten in Blogs, Foren, E-Mail, Newsgroups, Chat etc..

Um die Kommunikation zwischen den einzelnen Teilnehmern im Netz zu erleichtern, braucht es ein Minimum an Regeln:


Generell gilt:

• Publizierende sind für alle von ihnen publizierten Beiträge immer selbst verantwortlich
• Beiträge und Kommentare sind selbst geschrieben und sich auf einen Beitrag beziehen
• den richtigen Namen, kein Pseudonym benutzen, niemals unter dem Namen eines Dritten posten
• keine Personalien und Daten von Drittpersonen ohne deren Zustimmung weitergeben
• die Verbreitung von reinen Werbeinformationen ist nicht nur verpönt, sondern auch verboten
• «Sie» oder «Du? Dafür gibt es keine allgemein gültige Regel. Im deutschsprachigen Raum wird wohl eher geduzt, in
Frankreich herrscht eher «Sie» vor.

 

Umgangston und Zwischenmenschliches

• auch im Internet haben wir es mit richtigen Menschen und nicht mit virtuellen Personen zu tun
• auch im Internet so kommunizieren, wie man auch selbst angesprochen werden möchte
• die Privatsphäre Dritter unbedingt beachten
• nie Inhalte schreiben, die man dem Adressaten nicht auch vor anderen Leuten offen ins Gesicht sagen würde
• sachliche Diskussionen führen, niemandem die eigene Meinung aufzuzwingen


Lesbarkeit

• Korrekter Satzbau und Rechtschreibung, Punkte und Kommas, Gross- und Kleinschreibung sollen auch im Internet beachtet werden
• kurze, prägnante Beiträge, überflüssiger Informationen weglassen, das Bildschirmlesen berücksichtigen
• korrekt Zitieren - auf Autor und Quelle hinweisen

 

Gesetzlichen Regelungen einhalten

• Quellen nennen, Zitate als solche kennzeichnen und das Urheberrechtsgesetz beachten
• kurze Auszüge aus urheberrechtlich geschützten Werken (Zeitungsartikel, Liedtexte, Programme, Bilder) zu in-
formationellen Zwecken dürfen mit Quellenangaben publiziert werden. Quellen sind gut sichtbar zu nennen (zu verlinken).
• beim Veröffentlichen von Bildern, Texten oder Dateien darauf achten, dass diese selber erstellt wurden,
oder die Zustimmung der jeweils betroffenen und sichtbaren Personen auf dem Bild vorliegt oder ihr vom Urheber / Personen eine Zustimmung für die Veröffentlichung vorliegt

 

Wenn Sie sich an die Netiquette im Internet halten wird Ihre Kommunikation positiv und gerne gesehen.